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Berlin statt London: Deutschland überholt erstmals Großbritannien am Immobilienmarkt

Die jüngsten Wahlergebnisse in Großbritannien vom Dezember sind eindeutig: Die Briten wollen den Brexit. Und zwar einen harten Brexit – ohne “Wenns”, “Abers” oder “Vielleichts”, wie Wahlsieger Boris Johnson nach der Wahl äußerte. Die Frage ist nur, ob sie sich der möglichen Konsequenzen bewusst sind.

Denn bereits jetzt machen sich die wirtschaftlichen Folgen bemerkbar: Wie der Immobiliendienstleister JLL ermittelte, ist Großbritannien nicht mehr Spitzenreiter in Sachen Immobilieninvestitionen. Anleger investieren ihr Geld lieber in deutsche statt britische Städte, heißt es bei Haufe.de.

Einbruch des britischen Immobilienmarkts

Ein harter Schlag für Großbritannien. Denn jahrelang belegten die Briten die europäische Spitzenposition. Vor allem London galt dabei als Synonym für einen florierenden Immobilienmarkt, der kaufkräftige Investoren aus aller Welt anzog. Doch der Brexit wirkte sich negativ auf die Wirtschaft aus – und hart traf es besonders den Immobilienmarkt. Deutlich wurde dies auch an den jüngsten Analysen von JLL: Allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres sanken die Investitionen in London um 45 Prozent auf 13,6 Milliarden Dollar. Insgesamt soll der britische Immobilienmarkt in 2019 einen Rückgang von bis zu 50 Prozent einbüßen, wie das Handelsblatt unter Berufung des JLL-Europachefs Guy Granger berichtet.

Deutschland mit boomendem Immobilienmarkt

Anders sieht es hingegen in Deutschland aus. Am hiesigen Markt wurden allein im Dezember über zwei Milliarden Euro in zwei große Immobilien investiert: 940 Millionen Euro in die Büro- und Hotelimmobilie Squaire am Frankfurter Flughafen sowie 1,1 Milliarden Euro in den Münchner Bürocampus Tucherpark, berichtet das Handelsblatt weiter. Ein besonderes Investitionsziel stellt auch Berlin dar: Mit einer Investitionszunahme von 74 Prozent zum Vorjahr auf rund sieben Milliarden Euro schafft es die deutsche Hauptstadt in die Top 20 der gefragtesten Städte weltweit. Im Fokus standen dabei besonders Gewerbeimmobilien wie Büros oder Shoppingcenter.

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Angesichts des vorherrschenden Niedrigzinsumfeldes dürfte sich dieser Trend auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Auf zwischen 70 und 75 Milliarden Euro schätzt JLL-Chef Timo Tschammler das Transaktionsvolumen laut Handelsblatt im kommenden Jahr. Auch aufgrund des oft schwankenden Aktienmarktes und der aktuellen politischen Spannungen zwischen den USA und China dürfte der deutsche Immobilienmarkt profitieren. Die deutsche Wirtschaft erlebte in den vergangenen Jahren einen Aufschwung und stellt in Europa die größte und weltweit die viertgrößte Wirtschaft dar. Für Investoren, die auf der Suche nach stabilen Geldanlagen sind, könnte sich Deutschland somit als attraktiver Standort anbieten.

Bildquellen: canadastock/Shutterstock.com