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Die größte Immobilienblase befindet sich laut Experten in einem Land, wo sie bislang nur wenige vermuteten

Ölreichtum, Windparks und Wasserkraftwerke sorgen dafür, dass Norwegen mit einem Bruttoinlandsprodukt von 70.00 Dollar (59.000 Euro) pro Kopf im internationalen Vergleich sehr weit vorne liegt. Nur vier Prozent der Norweger sind arbeitslos und 85 Prozent von ihnen haben ein eigenes Haus. Ein Wirtschaftsparadies? Nicht ganz.

Die Ratingagentur Moody’s spricht nach einer Untersuchung von 20 fortschrittlichen Volkswirtschaften eine Warnung aus: Von ihnen allen ist Norwegen am anfälligsten für eine Immobilienblase, wie „Bloomberg“ berichtet.

Norwegen scheint eine Flaute zu drohen

Denn die Preise auf dem norwegischen Immobilienmarkt sind in den vergangenen Jahren durch besonders niedrige Zinsen und massive steuerliche Anreize extrem gestiegen. Da ein Großteil der Norweger Hauseigentümer ist, würde eine Preiskorrektur sich sehr nachteilig auf die Wirtschaft, finanzielle Stabilität und Kreditbedingungen auswirken, so Moody’s.

Anzeichen einer Abkühlung am Markt schüren nun die Angst vor einer möglichen Rezession. Rasch fallende Preise haben in diesem Jahr die jährlichen Kursgewinne aufgrund eines Anstiegs des Immobilenangebots zunichte gemacht.

Der Studie zufolge sind Belgien, Deutschland und Frankreich ebenfalls stark gefährdet.

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