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Immobilienbranche begrüßt Bildung eines Bauministeriums

Im Zuge der neuen Ampelregierung stellt die SPD ein in der Branche langersehntes eigenständiges Bauministerium vor.

Ampelregierung plant eigenes Bauministerium

Der Koalitionsvertrag der Ampelregierung ist fertig und die neue Regierung plant auch einige Veränderungen für den Bereich ‘Wohnen und Bauen’. “Wohnen ist ein Grundbedürfnis und so vielfältig wie die Menschen. Wir werden das Bauen und Wohnen der Zukunft bezahlbar, klimaneutral, nachhaltig, barrierearm, innovativ und mit lebendigen öffentlichen Räumen gestalten”, wird im Koalitionsvertrag erklärt.

Außerdem geht aus dem Koalitionsvertrag hervor, dass ein Bauministerium eingeführt werden soll. Den Minister oder die Ministerin für das Amt wird die SPD stellen. Das Ziel der Regierung ist es, im Jahr 400.000 Wohnungen zu bauen, wovon 100.000 öffentlich geförderte Wohnungen sein sollen.

Feedback aus der Branche

Zuletzt war CSU-Mitglied Horst Seehofer nicht nur Bundesinnenminister und Heimatminister, sondern auch Bauminister. Wie die Welt berichtet, sei seine Tätigkeit als Bauminister jedoch von der Bau- und Immobilienwirtschaft kritisiert worden, da man diese kaum bemerkt habe. Die Bitten nach einem eigenständigen Bauministerium wurden nun durch die Ampelregierung erhört, was unter Experten weitestgehend auf positives Feedback stößt. Denn nachdem noch vor Veröffentlichung des Koalitionsvertrages eine erste Liste mit einer mutmaßlichen Aufteilung von Ministerien veröffentlicht wurde, zeigte sich die Immobilienbranche begeistert, erklärt die Welt.

“Die Schaffung eines eigenen Bauministeriums wird den bevorstehenden Aufgaben gerecht”, wird zum Beispiel der Präsident des Dachverbands Zentraler Immobilien Ausschuss (ZIA), Andreas Mattner, von der Welt zitiert. “Eine kluge und wichtige Entscheidung, nur so hat das Thema Bauen und Wohnen auf politischer Ebene endlich einen den Herausforderungen angemessenen Stellenwert”, zitiert n-tv den Chef des größten deutschen Immobilien-Konzerns Vonovia, Rolf Buch.

Das soll im Bereich ‘Bau und Wohnen’ verändert werden

Zu den Neuerungen im Bereich ‘Bau und Wohnen’ gehört zum Beispiel, dass der Immobilienbau gefördert werden soll. Dafür sollen Investitionszulagen eingeführt und Wohngemeinnützigkeit steuerlich begünstigt werden. Die Kosten für den Wohnungsbau sollen außerdem gesenkt werden, indem die Prozesse der Normung und Standardisierung durch serielles Bauen, Digitalisierung und Entbürokratisierung optimiert werden.

Außerdem soll die Immobilienbranche etwas zum Klimaschutz beitragen. Hierfür sollen Gebäude energieeffizienter und umweltfreundlicher gebaut werden. Und auch Mieter dürfen sich auf Veränderungen freuen. So soll nicht nur die Mietbremse bis 2029 verlängert werden, der Anstieg von Mieten soll außerdem in angespannten Wohnungsmärkten auf 11 Prozent über drei Jahre begrenzt werden.

Bildquellen: hxdyl / Shutterstock.com