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Studie: So sollten Immobilien-Investoren auf die Veränderungen am Arbeitsplatz reagieren

Der Arbeitsplatz befindet sich im Umbruch – Themen wie Automatisierung und flexibles Arbeiten, beispielsweise in Form von Homeoffice, werden immer wichtiger. Dadurch entsteht auch für Anleger in Büroimmobilien eine Vielzahl neuer Investitionsmöglichkeiten.

Mitarbeiter im Fokus

Um den sich ständig ändernden Anforderungen jedoch gerecht zu werden und sich Wettbewerbsvorteile zu sichern, gilt es, Trends zu verfolgen und zu verstehen. Denn Büroimmobilien sind zwar nach wie vor sehr gefragt, die Interessen verschieben sich aber. Inzwischen stehen mehr und mehr die Mitarbeiter im Blickpunkt, die ihren Arbeitsplatz tagtäglich nutzen, sich dort wohlfühlen und produktiv sein sollen.

In der Studie „Future of Work: Workplace – Powered by Human Experience“ untersuchte JLL, ein Dienstleistungs-, Beratungs- und Investment-Management-Unternehmen im Immobilienbereich, genau diesen Sachverhalt. Mehr als 7.350 Büronutzer wurden dabei gefragt, „wie die Immobilie dazu beitragen kann, das positive Erleben von Mitarbeitern am Arbeitsplatz zu fördern und wie eine optimale Nutzung der Immobilie Engagement, Mitbestimmung und das Gefühl der Erfüllung – alles wesentliche Kriterien für ein positives Erleben am Arbeitsplatz – verbessern kann“, heißt es in der Studie.

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Portfolio entsprechend ausrichten

Unternehmen seien zu einem großen Teil mitverantwortlich, dass sich die Mitarbeiter am Arbeitsplatz wohlfühlen. Dadurch könnten das Engagement und der Erfolg gesteigert werden, fand JLL heraus.

Im Mittelpunkt einer Portfoliostrategie im Bürogebäude-Bereich sollte daher also der Mensch stehen. Der Arbeitsplatz spiele eine große Rolle, gerade da es zunehmend schwieriger werde, Mitarbeiter längerfristig an ein Unternehmen zu binden. Aus diesem Grund sollten Investoren ihre Immobilien attraktiv gestalten, neuen Trends folgen und die Erwartungen der Unternehmen erfüllen, um somit sowohl die Gebäude als auch die Portfolios für die Zukunft vorzubereiten.

Ein damit verbundener wichtiger Aspekt sei die Mitarbeiterzufriedenheit. Fühlen sich Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz wohl? Was braucht es dafür? Diese und weitere Fragen sollten gestellt werden, um das eigene Portfolio dementsprechend zu strukturieren.

Auch das Thema Flexibilität sollte nicht in Vergessenheit geraten. Es gewinne zunehmend an Bedeutung, einerseits für Mitarbeiter, andererseits aber auch für Mieter. Homeoffice, unterschiedliche Unternehmensstandorte, verschiedene Räumlichkeiten innerhalb des Unternehmens oder auch Coworking-Flächen – all diese Faktoren machten ein gewisses Maß an Flexibilität unerlässlich. Für Investoren sei es daher wichtig, flexible Mietkonditionen anzubieten, regionale Unterschiede zu verstehen und schließlich den verschiedenen Anforderungen gerecht zu werden, fasst JLL zusammen.

Entwicklung eines Büroimmobilien-Portfolios

Generell könne die Immobilie als strategisches Werkzeug angesehen werden, heißt es in der Studie. Investoren müssten dazu aber verschiedene Entwicklungen im Blick behalten und ihr Portfolio dementsprechend ausrichten. „Durch den Übergang zu einem serviceorientierten und flexibleren Vermietungsmodell können Mieter oft noch stärker gebunden und Leerstände verkürzt werden, da zusätzliche Dienstleistungen locken – die Investoren wiederum zusätzliche Einnahmen bringen“, berichtet JLL in der Studie. Denn Zufriedenheit, Produktivität und Wohlbefinden der Mitarbeiter in einem Gebäude würden immer wichtiger und hätten enormen Einfluss auf die Planung, Entwicklung und Gestaltung des Portfolios im Büroimmobilien-Bereich.

 

Bildquellen: canadastock / Shutterstock.com