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Warum Logistikobjekte längst keine Geheimtipps mehr sind

Die Folgen der Corona-Pandemie machten auch vor dem Immobilienmarkt nicht halt. Viele Bereiche haben bis heute noch mit starken Einbußen zu kämpfen. Doch nicht alle Bereiche sind derart krisengebeutelt.

Das Geschäft mit Logistikimmobilien hat sich auch während der Corona-Krise mit überdurchschnittlichen Mieten und relativ stabilen Renditen als durchaus standfest erwiesen. Die Fassade einer Lagerhalle ist zwar bei weitem kein ästhetischer Anblick, doch den Investoren dürfte das herzlich egal sein. Glaubt man dem Manager Magazin, so konnte während der Corona-Pandemie keine Immobilienart in Sachen Nutzerinteresse und Attraktivität für Investoren so punkten wie Logistikobjekte in Form von Lagerhallen oder Umschlagzentren.

Logistikbranche als Sicherheitsanker in Pandemie-Zeiten

Die Bilder der ersten Wochen der Pandemie sind noch lange nicht vergessen. Leere Nudel- und Klopapierregale in Supermärkten und eine Nachfrage nach Atemschutzmasken, die das Angebot weit überstieg. Händler aus der Textilbranche konnten urplötzlich ihre ohnehin schon sehr sprunghaft-wechselnden Kollektionen nicht mehr absetzen. In beiden Bereichen erwies sich die Logistik als verlässliche Stütze. Zum einen für die Versorgungssicherheit der Bevölkerung, zum anderen als Lagerplatz für die Kleidung, die nicht mehr verkauft werden konnte.

Darüber hinaus waren lokale, stationäre Einzelhandelsgeschäfte während des Lockdowns größtenteils unerreichbar, was ein noch größeres Ausweichen auf das Online-Shopping zur Folge hatte. Gerade der Online-Handel gilt als großer Wachstumstreiber der Logistikbranche. Das Bestellniveau übertraf laut dem Analyst Patrick Völtz des Analyseunternehmens Bulwiengesa das von Auftragsspitzen wie etwa am Black Friday oder aus der Vorweihnachtszeit, weshalb Logistikimmobilien besonders stark gefragt waren. Das Münchner Logistikimmobilien-Unternehmen Logivest spricht von einer „explodierenden Nachfrage“ innerhalb kürzester Zeit nach Logistikimmobilien während der Corona-Pandemie.

Logistikbranche boomt

Dem Immobilien-Unternehmen CBRE nach galten Logistikimmobilien bereits vor der Corona-Krise als besonders beliebt bei Investoren, da die gesamte Branche seit einigen Jahren einem beachtlichen Wachstum unterliegt. Ebenso geht es davon aus, dass sich die Optimierung der Lieferketten und das Re-Sourcing weiterhin auf das Wachstum der Logistikbranche auswirken. Wie in einem Bericht bei „Welt“ offengelegt wurde, zählt das Unternehmen ein Transaktionsvolumen von 3,8 Milliarden Euro, was einem Plus von 43 Prozent entspricht und damit das zweitstärkste Halbjahr überhaupt bedeute.

grundbesitz global

Der weltweite Immobilienmarkt bleibt weiterhin attraktiv. grundbesitz global investiert weltweit in Gewerbeimmobilien aus den Bereichen Büro, Logistik und Einzelhandel. Warum das für Privatanleger interessant ist.

Hierzu erklärte ein geschäftsführender Gesellschafter des Logistikimmobilienentwicklers Alcaro Invest, Anton Mertens, dass es für die Just-In-Time Lieferung für Kunden in Großstädten kreative Lösungen brauche. Denn auch in Großstädten werden vermehrt Umschlagszentren benötigt, um die Pakete möglichst effizient zu den Kunden bringen zu können. Dies könnte erst der Anfang eines neuen Logistik-Booms sein.

Bildquellen: dreamnikon / Shutterstock.com