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In diesen Städten kaufen die Reichen am liebsten Immobilien

Das Leben könnte so schön und einfach sein, wenn man mehrere Millionen auf dem Konto hätte. Doch wohin dann mit dem ganzen Geld?

Die meisten Wohlhabenden investieren gerne in Immobilien, da sie eine sichere Geldanlage darstellen und keinen so starken Wertschwankungen ausgesetzt sind wie Aktien. Doch wo kaufen Superreiche eigentlich am liebsten ihre Immobilien? Der „Wealth Report“ der Immobilienberatungsgesellschaft Knight Frank gibt Antworten.

New York beliebteste Stadt der Investoren

Beim „Knight Frank City Wealth Index“, in dem die beliebtesten Städte der Superreichen gelistet werden, liegt New York unangefochten auf dem ersten Platz.

Der Index, der die beliebtesten Städte der Superreichen kürt, setzt sich aus vier Bereichen zusammen, die einzeln bewertet werden und zusammengenommen einen Gesamtüberblick bieten. Hierbei werden die Anzahl der Reichen, die Zahl der Investments, der Lifestyle und die wirtschaftlichen Zukunftsaussichten der jeweiligen Stadt betrachtet.

London trotz Brexit beliebt

Im Bereich der Investments, der anzeigt, wo Superreiche ihr Geld angelegt haben, sind Immobilieninvestments, die die Zehn-Millionen-Dollar-Marke überschreiten, integriert. Hier folgt auf dem zweiten Platz nach New York die britische Metropole London.

Das überrascht, denn laut „Wealth Report“ haben 34 Prozent der Berater angegeben, dass der Brexit ihren Klienten „schlaflose Nächte“ bereitet hätte. Doch anscheinend war das geplante Ausscheiden von Großbritannien aus der EU dann doch kein großes Hindernis dafür, in Immobilien in der Themsestadt zu investieren.

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Der weltweite Immobilienmarkt bleibt weiterhin attraktiv. grundbesitz global investiert weltweit in Gewerbeimmobilien aus den Bereichen Büro, Logistik und Einzelhandel. Warum das für Privatanleger interessant ist.

Europa nur schwach vertreten

Des Weiteren kaufen die Superreichen ihre Immobilien außerdem gerne in Hong Kong, in San Francisco und in Los Angeles (Plätze drei bis fünf). Im Index dominieren somit die amerikanischen Städte stark. Der europäische Kontinent scheint wohl nicht so verlockend für Immobilieninvestments in der Größenordnung, die der „City Wealth Index“ berücksichtigt, zu sein. Allein Paris ist relativ weit vorne auf Platz 14 vertreten. In die Top 20 schafft es sonst aber keine europäische Stadt. München liegt auf Platz 23, kurz darauf folgt Madrid an 25. Stelle.

Dafür werden Paris allerdings sehr gute Zukunftsaussichten vorausgesagt. In dieser Kategorie schafft es die französische Stadt der Liebe auf Platz fünf, München auf Platz 20 und Madrid auf Platz 24.

Preise in deutschen Städten moderat

Dass München als einzige deutsche Stadt im „City Wealth Index“ auftaucht, lässt sich dadurch erklären, dass in Deutschland die Immobilienpreise relativ moderat sind – vor allem im Vergleich zu Amerika – und der Index erst Investments ab zehn Millionen US-Dollar berücksichtigt.

Laut Marktbericht des Immobilienspezialisten „Engel und Völkers“ wurde die teuerste Immobilie in Deutschland im ersten Halbjahr 2017 für 16,8 Millionen Euro in der Oktoberfest-Metropole München verkauft. In keiner anderen Stadt gab es Immobilien, die für einen Wert jenseits von zehn Millionen den Besitzer wechselten.

In Monaco kriegt man für eine Million US-Dollar gerade mal 16 Quadratmeter Wohnfläche

Interessante Zahlen liefert der Report auch bezüglich der Wohnfläche, die man in verschiedenen Städten für eine Million US-Dollar bekommt. Am wenigsten gibt es hier in Monaco – gerade einmal 16 Quadratmeter. Als nächstes folgen Hong Kong, New York und London mit 22, 25 und 28 Quadratmetern. In Berlin bekommt man für eine Million Dollar beinahe das fünffache an Wohnfläche verglichen mit Monaco, nämlich 77 Quadratmeter. Und auch Dubai erstaunt im Vergleich mit 138 Quadratmetern, die man hier für eine Investition von einer Million US-Dollar erstehen kann.

Zahl der Superreichen steigt weiter an

Der „Wealth Report“ offenbart außerdem, dass immer mehr Menschen zu den UHNWI (Ultra High Net Worth Individual) zählen. Weltweit stieg die Zahl derer, die über mehr als 50 Millionen US-Dollar verfügen um zehn Prozent auf 129.730 Menschen an. Europäisch sind davon 35.180. Etwas weiter vorne liegt Asien, das 35.880 Superreiche stellt. Die meisten Reichen kommen jedoch aus den USA, hier gibt es 38.500 UHNWIs. Lediglich in Großbritannien und in der Türkei ist die Zahl der Superreichen zurückgegangen: In beiden Fällen um 2 Prozent auf 4.580 beziehungsweise 600 Menschen.

Bildquellen: inacioluc / Shutterstock.com